Editorial

Auftritt an der Messe Zukunft Alter als Visitenkarte

Von Roger Wicki, Präsident CURAVIVA Luzern

Vom 13. bis 15. Oktober 2017 fand auf der Luzerner Allmend zum dritten Mal die Messe Zukunft Alter statt. Trotz schönstem Herbstwetter und Ferienzeit war die inzwischen etablierte Veranstaltung gut besucht. Dieses Mal standen am Stand von CURAVIVA Luzern neben dem obligaten „Gruss aus der Küche“ die beiden interaktiven Themenbereiche „Umgang mit Demenz“ sowie „Kinästhetik in der Pflege“ im Mittelpunkt.

Über 8‘000 Personen besuchten die dritte Auflage der Messe Zukunft Alter, die dieses Jahr von rund 100 Ausstellern bespielt wurde. Auch CURAVIVA Luzern war wiederum mit einem informativen Stand präsent. Am Freitag lag der thematische Fokus auf dem Umgang mit Demenz. Unter der Leitung von Rosa Mathis informierte ein Team vom Tertianum Sternmatt über verschiedene Formen des Gedächtnistrainings. Interessierten Personen bot sich die Möglichkeit, vor Ort verschiedene Übungen zur Verbesserung der Gedächtnisleistung gleich auszuprobieren. Nach dem Mittagessen traf der Gruss aus der Küche der Heime Kriens in Form von feinen Süssigkeiten ein und bei den Besuchern erwartungsgemäss auf grossen Anklang.

Der Samstag stand thematisch im Zeichen von „Kinästhetik in der Pflege“. Ein Team vom Steinhof Pflegeheim zeigte anhand von praktischen Beispielen, wie Bewegung neu entdeckt werden kann. Mit salzigen Muffins offerierte der Steinhof den Gruss aus der Küche vom Samstag. Das Team vom Heim im Bergli war am Sonntag am Stand von CURAVIVA Luzern im Einsatz und hat den Tag mit einem Gruss aus seiner Küche versüsst. 

Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Wer pflegt die Alten im Jahr 2030“ bot sich mit der Teilnahme des Schreibenden die Möglichkeit, Anliegen von CURAVIVA Luzern vor einem interessierten Publikum einzubringen. Als Fragen aus dem Publikum gestellt werden konnten, stand eine Frau – eine ehemalige Pflegefachfrau – mit der aktuellen Ausgabe des Beobachters in der Hand auf und fragte die Podiumsteilnehmer nach ihrer Meinung zum Beitrag „Missstände in Altersheimen – und keiner schaut hin“. Die Podiumsteilnehmer reagierten mehr oder weniger überzeugend auf dieses heikle Thema. Wir von CURAVIVA Luzern könnten jetzt sagen, dass uns das nicht betrifft, da im betreffenden Artikel weder eine Institution aus dem Kanton Luzern noch aus der Zentralschweiz erwähnt wurde. Ganz auszuschliessen ist es nach meiner Meinung nicht, dass auch bei uns in Einzelfällen nicht alles rund läuft. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir nicht zuletzt dank unserer Verbandsarbeit, unserem gesellschaftspolitischen Engagement und dem Einsatz in Verwaltungsgremien dazu beitragen können, Missstände zu beseitigen oder gar zu vermeiden. Wichtig ist dabei die Frage, wie wir Vertrauen schaffen können. Entscheidende Voraussetzungen dafür sind Transparenz, eine hohe Fehlerkultur und ein Beschwerdemanagement, welches seinen Namen verdient und auf die Anliegen und Beschwerden eingeht. Wo gearbeitet wird, sind Fehler möglich – v.a. in einem Betrieb, in welchem 365 Tage zu 24 Stunden gearbeitet wird. Mit guten Rahmenbedingungen, einer wertschätzenden Mitarbeiterkultur und einer offenen Kommunikation gelingt es uns, unseren Auftrag zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner wahrzunehmen. Selbstbewusst und mit einem gewissen Stolz können wir unsere Angebote nach aussen tragen. Nicht zuletzt mit Aktionen wie dem Engagement an der Messe Alter tragen wir als Verband dazu bei, dass die Pflegeheime in der Öffentlichkeit trotz vereinzelter Kritikpunkte überwiegend positiv wahrgenommen werden und eine hohe Wertschätzung geniessen. Vielen Dank allen, die dazu einen Beitrag geleistet haben.

Herzliche Grüsse
Roger Wicki
Präsident CURAVIVA Luzern

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