Politik

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Versorgungsplanung Langzeitpflege - aktueller Stand

Edit Lang, Leiterin Dienststelle Soziales und Gesundheit, Kanton Luzern

Die Kantone haben gemäss dem Krankenversicherungsgesetz (KVG, SR. 832.10) Artikel 39 eine Pflegeheimplanung zu erstellen und eine Pflegeheimliste zu führen. Die aktuelle Pflegeheimplanung basiert auf den beiden Regierungsratsbeschlüssen Nr. 781 vom 6. Juli 2010 und Nr. 677 vom 28. Juni 2016. Die neue Planung hat per 1. Januar 2018 in Kraft zu treten.

Die Versorgungsplanung Langzeitpflege 2018-2025 beinhaltet neben der Planung des stationären Bereichs (Pflegeheimplanung gemäss KVG) auch Aussagen zum Bedarf im ambulanten Bereich (Spitex, Tages- oder Nachtstrukturen, betreutes Wohnen). Damit berücksichtigt die Angebotsplanung beide Formen der bedarfsgerechten Langzeitpflege und -betreuung. Die Planung trägt der Tatsache Rechnung, dass pflegebedürftige Personen möglichst lange zu Hause leben möchten und tendenziell immer später ins Pflegeheim ziehen.

Trotz des entsprechend zurückhaltenden Ausbaus der stationären Plätze, respektive der steigenden Nutzung ambulanter Angebote in den letzten Jahren, liegt die stationäre Versorgungsdichte im Kanton Luzern weiterhin deutlich über dem Schweizer Schnitt. Die Versorgungsplanung 2018-2025 setzt daher die Strategie „ambulant vor stationär“ aus dem Altersleitbild 2010 fort.

Das Festlegen der Platzzahl erfolgte in Zusammenarbeit mit den Planungsregionen. Dazu diente ein einheitliches Analyseinstrument, welches zur Entwicklung der stationären und ambulanten Angebote Daten der öffentlichen Statistik sowie inhaltliche Einschätzungen der Planungsregionen berücksichtigt. Das Modell bildet auch gesellschaftliche Entwicklungen ab (z.B. die Zunahme von Alleinlebenden).

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